Lexikon für Bauen und Sanieren

Amortisationszeit: ist jene Zeitspanne, in der die Investitionskosten einer Sanierung durch die verringerten Energiekosten gedeckt werden.

Beheizbare Nutzfläche: ist die gesamte Nutzfläche einer Wohnung bzw. eines Hauses abzüglich Wandstärke, Balkonen und offenen Loggien.

Blower-Door-Test: das Verfahren prüft mittels Ventilator die Luftdichtheit eines Gebäudes.

Brennwertnutzung: Bei der Verbrennung entstehen Abgase, die einen erheblichen Teil Wasserdampf enthalten - diese darin enthaltende Energie kann mit modernen Brennwertgeräten in nutzbare Wärme ungewandelt werden - dadurch kommt es zu einer maximalen Brennstoffausnutzung.

Dampfsperre/-bremse: es handelt sich hier um eine Folie, die sich zwischen Innenraum und Dämmung befindet und verhindert, dass Luftfeuchtigkeit die Dämmung durchfeuchtet, die dort kondensiert und zu Schimmelbildung führen kann.

Erneuerbare bzw. regenerative Energieträger: sind jene Energiequellen, die nach menschlichen Zeitmaßstäben unbegrenzt lange zur Verfügung stehen – wie zB Sonnenergie, Erdwärme, Gezeitenkraft und Biomasse.

Energieausweis: ist ein Zertifikat, das Auskunft über die energetische Qualität und Energieeffizienz eines Gebäudes gibt, welches ab spätestens 1.1.2009 bei allen Gebäuden vorgelegt werden muss, die verkauft, vermietet, neu gebaut und umfassend saniert werden. Neben diese Informationen sind auch Sanierungsvorschläge zur Verbesserung des Gebäudes angeführt.

Energiekennzahl: ist ein Vergleichswert für die energetische Qualität von Häusern u. Wohnungen. Eine Energiekennzahl ist der Heizwärmebedarf. Dieser gibt an, wie viel Heizwärme das Objekt pro Jahr benötigt.

Grundriss kompliziert: Hervorhebung einzelner Mauerteile in Form von Erkern, Balkonen, Loggien (Vor- und Rücksprünge)

g-Wert = bezeichnet den Energiedurchlassgrad eines Fensters und ermittelt den Anteil des Sonnenlichts, der durch die Verglasung in den Innenraum durchdringt.

Heizlast: ermittelt jene Anschlussleistung der Heizung, die eine Heizung am kältesten Tag des Jahres erbringen muss, um im Inneren eine bestimmte Soll-Temperatur – eine behagliche Raumwärme wird bei 22 °C empfunden ¬– zu erreichen.

Heizperiode: Zeitspanne, in der eine Beheizung zur Aufrechterhaltung der Raumtemperatur notwendig ist.

Jene energietechnischen Systeme in einem Gebäude, die erforderlich sind, um den Heizwärmebedarf, den Warmwasserwärmebedarf, den Kühlbedarf sowie die erforderlichen Komfortanforderung an Belüftung und Beleuchtung decken zu können.

Heizwärmebedarf: Wärmemenge, die den konditionierten Räumen zugeführt werden muss, um deren vorgegebene Solltemperatur einzuhalten.

Heiz- bzw. Brennwert: bezeichnet den Energieinhalt von Brennstoffen.

Innentemperatur, Solltemperatur: Temperatur der konditionierten Zone, die der Berechnung zugrunde gelegt wird. Diese Temperatur ist nicht die subjektiv empfundene Temperatur und auch nicht jene, die tatsächlich eingestellt wird.

Jahresnutzungsgrad der Heizungsanlage: bezieht sich auf das Verhältnis der Energie, die man rein rechnerisch dafür benötigt, die Räume eines Gebäudes auf eine bestimmte Temperatur zu konditionieren (heizen oder kühlen) und die Energie, die man in Realität dafür benötigt.

konditionierte Räume: sind Räume, die durch Heizung oder Kühlung auf eine bestimmte Temperatur gebracht) werden um nutzbar zu sein (z.B. Wohnräume werden auf ca. 20°C geheizt.

Kontrollierte Wohnraumlüftung: ist ein Lufterneuerungssystem das verbrauchte Luft absaugt und Frischluft hinzuführt, ohne dabei Fenster öffnen zu müssen. Die die zugeführte Luftmenge ist auf den erforderlichen Frischluftbedarf der Bewohner angepasst.

k-Wert bzw. U-Wert: bezeichnet den Wärmedurchgang durch einen Bauteil. Als Regel gilt: je kleiner der k- bzw. U-Wert, umso besser ist die Wand bzw. das Fenster gedämmt. Dieser Wert ist für die Berechnung des gesamten Wärmebedarfs eines Gebäudes notwendig.

kWh: Kilowattstunden sind eine Maßeinheit für Energie und finden bei Strom- und Heizwärmeabrechnungen Verwendung - je höher der Wert, desto höher der Verbrauch.

kWh/m2a: steht für Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.

LEK-Wert: kennzeichnet den Wärmeschutz der Gebäudehülle unter Bedachtnahme auf die Geometrie des Gebäudes oder Raumes.

Lichte Raumhöhen: als lichte Höhe wird der Raum zwischen Oberkante Fußboden und Unterkante Decke definiert. Das ist quasi der im Licht stehende Raum. Die lichte Raumhöhe wird hauptsächlich zur Festlegung der Mindestanforderungen in Wohn- und Arbeitsräumen angewendet.

Niedrigenergiehaus: ist ein Gebäudetyp mit einem Heizwärmebedarf von max. 40 kWh/m2a. Kennzeichen: sehr gute Wärmedämmung, Wärmeschutzverglasung der Fenster.

Nutzfläche beheizt: Steht für die gesamte Bodenfläche einer Wohnung bzw. eines Hauses abzüglich Wandstärken, Balkon oder Terrasse bzw. Loggia.

Passivhaus: bezeichnet einen Gebäudestandard mit einem Heizwärmebedarf von maximal 15 kWh/m2a. Kennzeichen: ausgezeichnet gedämmte Gebäudehülle, kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, Nützung der Abwärme von Personen und technischen Geräten.

Photovoltaik: bezeichnet die direkte Umwandlung von Sonnenergie in elektrischen Strom.

Sparren: sind tragende Holzbalken und Bestandteile des Daches.

Thermografie: Messverfahren, das die Oberflächentemperatur und somit die Wärmeabstrahlung eines Gebäudes feststellt. Die Mängel der Gebäudehülle – sog. Wärmebrücken – werden auf Infrarotbildern dargestellt.

Transmissionswärmeverlust: gibt jene verlorene Energie an, die durch den Wärmeaustritt bei den Hüllflächen des Hauses (Außenwände, Dach- und Kellerflächen und Fenster) verloren geht.

U-Wert bzw. k-Wert: bezeichnet den Wärmedurchgang durch einen Bauteil. Als Regel gilt: je kleiner der k- bzw. U-Wert, umso besser ist die Wand bzw. das Fenster gedämmt. Dieser Wert ist für die Berechnung des gesamten Wärmebedarfs eines Gebäudes notwendig.

Verteilerleitungen: Verteilerleitungen sind Rohrleitungen, die für den Transport von Wärme vom Heizsystem zu den einzelnen Räumen eingesetzt werden. Bei mangelnder Dämmung außerhalb der konditionierten Räume geht hier kostbare Energie verloren.

Wärmebrücke: Bauteile bzw. jene Teile eines Gebäudes, an denen Wärme leichter nach außen dringt, als deren umgebenden Flächen und dadurch verloren geht und auf den Innenwänden zu Schimmelbildung führen kann – häufiges Auftreten bei Fenstern und Balkonen.

Wärmegewinn: Wärmemenge, die innerhalb der konditionierten Zone entsteht oder in diese eintritt und von den Wärmequellen des Heizsystems unabhängig ist.

Wärmepumpe: hebt die kostenlose Umgebungswärme aus Luft, Boden oder Wasser mittels Strom auf ein für Heizzwecke nutzbares Temperaturniveau und macht sie somit nutzbar - ideal für Gebäude mit niedrigem Heizwärmebedarf und den Einbau von Fußboden- oder Wandheizungen.

Wärmerückgewinnung: entnimmt der abgeführten verbrauchten Luft die Wärme um die kalte Frischluft vorzuwärmen. Die vorgewärmte Luft braucht somit vom Heizsystem nur noch leicht auf Raumtemperatur angehoben werden. Dadurch wird das Gesamtsystem effizienter und Energie wird eingespart.

Wärmeverlust: Wärmemenge, die von der konditionierten Zone an die äußere Umgebung durch Wärmeübertragung oder Lüftung abgegeben wird.

Wohnnutzfläche beheizt: Als Wohnnutzfläche werden die innerhalb der Umfassungswände verbleibenden Flächen bezeichnet. Hauptproblem bilden meist die Dachböden und die Keller: je nach Ausstattung und Nutzung sind Keller- und Dachbodenräume nicht von vornherein ausgenommen.

Wohnraumlüftung: für ein gesundes Raumklima ist regelmäßiges Lüften notwendig. Das richtige Lüften ist meist gar nicht so einfach – Stoßlüften ist die beste Möglichkeit, frische Luft in den Raum zu bringen oder man installiert eine kontrollierte Wohnraumlüftung.