Fördervoraussetzungen

Im Rahmen der Förderungsaktion werden Maßnahmen in Mustersanierungen, umfassende Sanierungen und Teilsanierungen jeweils mit unterschiedlich hoher Reduktion des Heizwärmebedarfes eingeteilt.

Bei einer Mustersanierung ist zusätzlich zum Erreichen eines bestimmten Heizungssanierungsgedarf die Beheizung des Gebäudes mit mindestens 80% erneuerbaren Energieträgern, sowie die Umsetzung von mindestens 2 von 7 Begleitmaßnahmen erforderlich. (Details siehe unten.)

Bei einer umfassenden thermischen Sanierung darf ein bestimmter Wert des Heizwärmebedarfes nicht überschritten werden. Erreichen Sie mit Ihren Sanierungsmaßnahmen die Kriterien einer umfassenden Sanierung nicht, reduzieren aber den Heizsanierbedarf um mind. 50%, können Sie eine Förderung für eine Teilsanierung beantragen.

Für den Nachweis der Reduktion des Heizwärmebedarfes muss bereits bei Antragstellung jeweils ein Energieausweis vom Bestandsgebäude sowie ein Energieausweis des Gebäudes nach Umsetzung der geplanten Maßnahmen berechnet werden. Nähere Informationen zu den förderungsfähigen Maßnahmen finden Sie in nachfolgender Tabelle.

Bei einer Sanierung eines mehrgeschoßigen Wohnbaus gibt es nur die Sanierungsart "Umfassende Sanierung klimaaktiv Standard"

 


Sanierungsart

Bedingungen

Mustersanierung

  • - Reduktion des spez. HWBRK1 auf max. 40 kWh/m2a bei einem A/V-Verhältnis2 ≥ 0,8 bzw max. 25 kWh/m2a bei einem A/V-Verhältnis ≤ 0,2
  • - Beheizung des Gebäudes mit mind. 80 % erneuerbaren Energieträgern
  • - 2 von 7 Begleitmaßnahmen (siehe „Details zur Mustersanierung“)

Umfassende Sanierung klimaaktiv Standard

Reduktion des spez. HWBRK1 auf max. 50 kWh/m2a bei einem A/V-Verhältnis2 ≥ 0,8 bzw. max. 30 kWh/m2a bei einem A/V-Verhältnis ≤ 0,2

Umfassende Sanierung guter Standard

 Reduktion des spez. HWBRK1 auf max. 69 kWh/m2a bei einem A/V-Verhältnis2 ≥ 0,8 bzw. max. 34,5 kWh/m2a bei einem A/V-Verhältnis ≤ 0,2

Teilsanierung 50 %

 Reduktion des spez. HWBRK1 um mind. 50 %

Bei einem A/V-Verhältnis < 0,8 bzw. > 0,2 gelten die Werte der Tabelle „HWB-Grenzwerte" auf www.sanierungsscheck16.at

1 Spezifischer Heizwärmebedarf               
2 Oberfläche-Volums-Verhältnis

Neu 2016: Mustersanierung - alle Details

Die besondere Nachhaltigkeit einer Mustersanierung zeichnet sich durch einen Heizwärmebedarf von max. 40 kWh/m2a nach Sanierung aus (siehe Tabelle oben). Gleichzeitig erfolgt die Beheizung des Gebäudes mit mind. 80 % erneuerbaren Energieträgern (mögliche Heizsysteme: Holzzentralheizung, Wärmepumpe, Nah-/Fernwärme, thermische Solaranlage). Zusätzlich sind zwei von sieben möglichen Begleitmaßnahmen im Rahmen der Sanierung umzusetzen. Die besten Projekte werden nach Umsetzung prämiert und veröffentlicht.

Gefördert werden die Kosten für die thermische Sanierung, die Umstellung des Heizungssystems auf erneuerbare Energieträger und die im Folgenden  angeführten Begleitmaßnahmen.

Das nachhaltige Heizungssystem kann bereits vorhanden sein oder wird im Zuge der Sanierung umgestellt. Die Kosten für die Umstellung können jedoch nur gefördert werden, wenn die Umsetzung gemeinsam mit den thermischen Sanierungsmaßnahmen beantragt und nach Antragstellung durchgeführt wird.

     Das neu installierte Heizsystem muss dabei folgende Bedingungen erfüllen:

 

  • Holzzentralheizungsgerät: die Kesselleistung darf 50 kW nicht übersteigen und die Emissionsgrenzwerte der Umweltzeichenrichtlinie (UZ 37) sowie ein Kesselwirkungsgrad von mind. 85 % sind im Volllastbetrieb einzuhalten;  eine Liste der förderungsfähigen Kesseltypen steht im Internet unter www.sanierungsscheck16.at zur Verfügung.
  • Wärmepumpe: die eingesetzte Wärmepumpe ist nach den EU-Umweltzeichenkriterien gemäß Richtlinie 2014/314/EU zertifiziert (EU Ecolabel) bzw. entspricht vollinhaltlich den in dieser Richtlinie festgelegten Mindestanforderungen; die Vorlauftemperatur des Wärmeabgabesystems (Wand-/Fußbodenheizung) beträgt max. 40°C. Eine Liste der förderungsfähigen Wärmepumpen steht unter www.sanierungsscheck16.at zur Verfügung.
  • Nah-/Fernwärmeanschluss: der biogene Brennstoffanteilmuss mind. 80 % betragen und die Anlagenteile müssen im Eigentum des Antragstellers/der Antragstellerin sein.
  • Solaranlage zur Gebäudebeheizung: die eingesetzten Kollektoren entsprechen der „Solar-Keymark-Richtlinie“ (siehe www.solarkeymark.dk/CollectorCertificates). Die Bruttokollektorfläche der Solaranlage muss bei Flachkollektoren mind. 15 m², bei Vakuumröhrenkollektoren mind. 10 m² betragen.

Zusätzlich zu den oben genannten Förderungskriterien sind mindestens zwei der sieben folgenden Begleitmaßnahmen im Rahmen der Mustersanierung umzusetzen:

  1. Dämmung mit nachwachsenden Rohstoffen von mind. 50 % der gedämmten Fläche
  2. Fenstertausch von mind. 75 % der bestehenden Fenster gegen Fenster mit Dreifach-Verglasung und einem U-Wert von max. 1,0 W/m2K oder gegen Holzfenster
  3. außenliegendes Verschattungssystem für mind. 50 % der transparenten Gebäudeflächen in den Ausrichtungen Süd/West/Ost mit automatischer Regelung
  4. saisonaler Wärmespeicher zur Speicherung der im Sommer erzeugten Wärme bis zur Heizperiode im Winter
  5. zentrale Wohnraumlüftung inkl. Wärmerückgewinnung mit automatisierter Regelung
  6. Stromspeicher mit einer Mindestgröße von 3 kWh in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage
  7. Dachbegrünung des Wohnhauses mit extensiver oder intensiver Bepflanzung