Fragen & Antworten zum Pflegedarlehen

1. Wann ist man pflegebedürftig?
Eine Pflegebedürftigkeit wird mittels ärztlicher Bestätigung dokumentiert. Ausgenommen bei Operationskosten, hier ist mittels ärztlicher Bestätigung die medizinische Notwendigkeit der Operation nachzuweisen. (siehe Formblatt s Bau)

2. Meine Mutter/Mein Vater ist Pflegegeldempfänger/in, benötigt aber zusätzlich Geld für eine Pflegehelferin. Verliert sie/er den Anspruch auf Pflegegeld, wenn wir ein Pflegedarlehen aufnehmen?
Ausgaben für Betreuung und Hilfe, die nicht von öffentlichen Einrichtungen getragen werden, können über ein Pflegedarlehen finanziert werden. Der Pflegegeldanspruch geht dadurch nicht verloren.

3. Ich möchte mir eine Pflegehilfe nehmen, benötige dazu aber Geld. Wie alt darf ich maximal sein, um ein Pflegedarlehen zu bekommen?
Im Vordergrund steht nicht das Alter, sondern die Pflegebedürftigkeit.

4. Wir haben eine Rechnung vom Spital/Privatarzt über 7.000 Euro erhalten. Können wir diese mit einem Pflegedarlehen begleichen?
Medizinische Behandlung, die nicht von öffentlichen Einrichtungen getragen wird, kann über ein Pflegedarlehen finanziert werden. Allerdings ist eine ärztliche Bestätigung über die medizinische Notwendigkeit der Operation erforderlich.

5. Mein Kind ist schwer erkrankt und muss längere Zeit ins Spital. Ich möchte mir unbezahlten Urlaub nehmen, um es nicht allein zu lassen. Kann ich ein Pflegedarlehen aufnehmen, um den Verdienstentgang zu kompensieren?

Ja. Die Pflegebedürftigkeit ist lediglich mittels ärztlicher Bestätigung nachzuweisen und der Verdienstentgang ist mit Lohn- und Gehaltsbestätigungen zu belegen.
 

6. Meine Mutter/Mein Vater ist seit Jahren pflegebedürftig und ich habe mich um sie/ihn gekümmert. Nun möchte ich endlich einmal Urlaub machen und für den Zeitraum eine Pflegerin beschäftigen. Kann ich dafür ein Pflegedarlehen aufnehmen?
Ja. Voraussetzung ist eine ärztliche Bestätigung über Pflegebedürftigkeit. (siehe Formblatt s Bau)