Bausparlexikon – B

Baufortschrittsrate, auch Rate nach Baufortschritt genannt, ist ein besonderes Angebot der s Bausparkasse für Kunden, die das s Bauspardarlehen für die Errichtung Ihres Eigenheimes verwenden wollen. Solange s Bauspardarlehen nicht vollständig an den Kunden ausbezahlt ist, orientiert sich die Rückzahlungsrate nur an der Summe der bisher geleisteten Teilauszahlungen. Erst wenn das s Bauspardarlehen vollständig ausbezahlt ist, erreicht auch die Rückzahlungsrate die vereinbarte Höhe.

Die Bausparcenter sind die lokalen Kundenberatungszentren der s Bausparkasse in den jeweiligen Bundesländern.

Die s Bauspardarlehen sind langfristige, zinsengünstige Darlehen mit widmungsgemäßen Verwendungszwecken und einer Zinssatzobergrenze von 6% pa. (gem. ABB) Bauspardarlehen werden in der Regel hypothekarisch besichert.

Das "s Bauspardarlehen mit Grundbuch" wird durch die Eintragung der s Bausparkasse im Grundbuch sichergestellt.
Für alle s Bauspardarlehen über 25.000 Euro pro Person (bis Ende 2009 Darlehen über 22.000 Euro pro Person) ist diese grundbücherliche Sicherstellung zwingend notwendig.

Das "s Bauspardarlehen ohne Grundbuch" ist ein Darlehen mit einer maximalen Darlehenshöhe von bis zu 25.000 Euro pro Person (bis Ende 2009 mit einer maximalen Darlehenshöhe von 22.000 Euro pro Person). Bei diesem Darlehen ist eine Eintragung der s Bauspakasse ins Grundbuch nicht notwendig.

Dabei handelt es sich um die beantragte bzw. ausbezahlte Darlehenssumme.

Für das Bauspardarlehen wird zunächst für eine bestimmte Zeit ein fixer Zinssatz vereinbart, der sodann in einen variablen Zinssatz (mit Obergrenze von 6,0 % pa. gemäß ABB) übergeht. Der variable Zinssatz eines Bauspardarlehens orientiert sich am Kapitalmarkt und wird einmal pro Jahr im Herbst für das folgende Jahr festgelegt.

Beim Bausparen mit jährlicher Anpassung der Besparung (siehe auch "Dynamische Gewinnoption") wird dem Kunden eine Möglichkeit geboten, seine Einzahlungen "automatisch" zu erhöhen. Dabei wird die Sparzahlung beim s Bausparen einmal jährlich um einen bestimmten Betrag angepasst. Die dynamische Gewinnoption ist bei allen neuen Bausparabschlüssen mit monatlichem SEPA-Lastschrift Mandat (Ermächtigung) möglich. Je nach Kundenwunsch wird das SEPA-Lastschrift Mandat (Ermächtigung) einmal jährlich um 3, 5 oder 10 Euro erhöht.

Das Bausparen mit jährlicher Anpassung der Besparung kann beim Klassischen Bausparen mit Fixzinssatz oder beim Plus-Bausparen mit speziellem Einstiegszinssatz und variabler Verzinsung in Anspruch genommen werden.

Das Bausparguthaben ist das Guthaben, das man sich mit den geleisteten Einzahlungen zusammen mit den Prämiengutschriften und Zinsen angespart hat.

Ende des 18. Jahrhunderts wurde in England die Idee des Bausparens geboren: Ursprung war die damalige Wohnungsnot. "Wohnbedürftige" schlossen sich zu Gruppen zusammen und sammelten die Ersparnisse, um dann durch Entscheidung mit Los das Geld in Form eines Darlehens an einzelne Mitglieder zu vergeben. 1941 wurde die s Bausparkasse gegründet.

Jedem Bausparvertrag wird ein Konto zugeteilt, das Bausparkonto. Auf diesem Konto werden alle Einzahlungen, der Abzug von KESt und Kontoführungsspesen sowie die jährlichen Prämiengutschriften und die Zinsengutschriften durchgeführt. Die Nummer des Bausparkontos ist gleichzeitig die Vertragsnummer des Bausparvertrages.

Die Bausparprämie ist eine staatliche Prämie, durch die das Bausparen in Österreich gefördert wird. Die Höhe der Bausparprämie orientiert sich an den Einzahlungen des Kunden und dem variablen, im Einkommensteuergesetz festgelegten Prämienprozentsatz. Bedingung für die Prämiengutschrift ist der korrekt ausgefüllte Antrag auf Erstattung sowie ein Wohnsitz im Inland. Dieser Antrag wird beim Abschluss eines Bausparvertrags gestellt. Die Bausparprämie wird am 31.1. des Folgejahres dem Bausparkonto gutgeschrieben.

Durchschnitt der „Umlaufgewichteten Durchschnittsrendite für Bundesanleihen – UDRB“ (früher SMR) zwischen 1.10 des Vorjahres bis zum 30.9 des Berechnungsjahres

25 % davon

+   Fixwert von 0,8%

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Prozentsatz /2 (dieser Prozentsatz wird kaufmännisch auf halbe Prozent auf- o. abgerundet)

 

 

Die Voraussetzungen für den Erhalt der staatlichen Prämie sind im Einkommersteuergesetz geregelt.

Die Voraussetzungen sind:
1. der Bausparer hat einen Wohnsitz im Inland;
2. der Bausparer ist eine natürliche Person (juristische Personen erhalten keine Prämie);
3. die Einhaltung der 6-jährigen Laufzeit des Bausparvertrages;
4. Der Bausparer hat im Abschlusszeitpunkt keinen weiteren prämienbegünstigten Bausparvertrag (auch bei einer anderen Bausparkasse) laufen: Pro Person kann nur ein prämienbegüngstigter Bausparvertrag abgeschlossen werden.

Sollte eine Person mehrere Bausparverträge abschließen, erhält sie die Bausparprämie nur für einen Vertrag.

Der Bausparzinssatz ist der Zinssatz, mit dem das Bausparguthaben, die Einzahlungen sowie die gutgeschriebenen Prämien verzinst werden. Dieser Zinssatz ist nicht mit dem Prämienprozentsatz zu verwechseln.

Ist beim Bauspardarlehen eine Gebühr für die Kosten der Vertragserstellung – sie wird einmalig vor Vertragsbeginn fällig und stellt einen gewissen Prozentsatz der Darlehenssumme dar.

Seit September 2005 vergeben die Bausparkassen auch Darlehen für Bildungsmaßnahmen.

Die Höhe der Bausparprämie orientiert sich einerseits an den Einzahlungen des Kunden und andererseits am Prämienprozentsatz. Der Prämienprozentsatz ist der Prozentsatz der jährlichen Einzahlungen (max. jedoch 1.200 Euro), welcher als Bausparprämie vom Finanzamt dem Bausparvertrag gutgeschrieben wird. Der Prozentsatz der Bausparprämie beträgt zwischen 1,5 und 4,0 % der jährlichen Einzahlung und wird jährlich vom Bundesminister für Finanzen neu festgesetzt. Um die höchstmögliche Prämie zu erhalten, muss man jährlich 1.200 Euro einzahlen.

Die heurige Bausparprämie beträgt 1,5 %, das ergibt max. 18 Euro pro Person.