Podcast-Episode:
Wer zahlt wenn´s schiefgeht?

Versicherungen rund ums Bauen, Kaufen und Sanieren.

Gemeinsam mit Miriam Savonith von der Wiener Städtischen Versicherung schauen wir uns an, welcher Versicherungsschutz beim Thema Kaufen, Bauen und Sanieren ist basic und welche Risiken werden oft unterschätzt?

Versicherungen gehören beim Bauen, Kaufen und Sanieren oft nicht zu den Lieblingsthemen. Trotzdem können sie im Ernstfall entscheidend sein. In dieser Folge von Bau dir was auf spricht Birgit Lang mit Versicherungsexpertin Miriam Savonith von der Wiener Städtischen Versicherung darüber, welcher Schutz wirklich wichtig ist, welche Risiken häufig unterschätzt werden und worauf man bei Neubau, Immobilienkauf und Sanierungen achten sollte.

Sie erfahren, welche Versicherungen unverzichtbar sind, wann Sie Ihren Versicherungsschutz anpassen sollten und wie Sie im Schadensfall richtig reagieren. Außerdem gibt es praktische Tipps für alle, die zum ersten Mal ein Eigenheim erwerben oder sich überhaupt erstmals mit dem Thema Versicherungen beschäftigen.

Das Wichtigste aus unserem Podcast - zum Nachlesen:

Wann sollte man sich mit Versicherungen beschäftigen?

Am besten so früh wie möglich. Wer baut oder eine Immobilie kauft, sollte Versicherungen bereits in die Planung einbeziehen. So lassen sich auch die laufenden Kosten besser einschätzen.

Welche Versicherungen sind unverzichtbar?

Die Feuerversicherung und die Leitungswasserversicherung. Diese beiden Risiken können in kurzer Zeit große Schäden verursachen und hohe Kosten nach sich ziehen.

Welche Versicherung braucht man beim Hausbau?

Zum Baustart ist eine Rohbauversicherung wichtig. Mit dem Baufortschritt sollte der Schutz auf eine vollständige Eigenheimversicherung erweitert werden.

Spielt Eigenleistung auf der Baustelle eine Rolle?

Ja. Wer baut, trägt die Verantwortung für Schäden, die auf der Baustelle entstehen. Deshalb ist eine Bauherrenhaftpflichtversicherung wichtig. Sie schützt bei Personen- und Sachschäden gegenüber Dritten.

Muss die Versicherung nach Fertigstellung angepasst werden?

Ja. Nach dem Einzug sollte die Versicherung überprüft und an den fertigen Zustand des Gebäudes angepasst werden. Ein fertiges Haus benötigt meist einen höheren Versicherungsschutz als ein Rohbau.

Was gilt beim Kauf eines bestehenden Hauses?

Die bestehende Eigenheimversicherung geht automatisch auf die neuen Eigentümer:innen über. Nach dem Grundbucheintrag gibt es eine einmonatige Frist, in der die Versicherung übernommen oder gekündigt werden kann.

Ist das bei Eigentumswohnungen gleich?

Nein. Bei Wohnungen läuft die Versicherung nicht automatisch weiter. Neue Eigentümer:innen können eine bestehende Versicherung übernehmen oder eine neue abschließen.

Was sollte man nach einer Sanierung beachten?

Eine größere Sanierung erhöht oft den Wert der Immobilie. Deshalb sollte die Versicherungssumme überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Nur so bleibt der Schutz ausreichend.

Muss man auch ohne Sanierung den Versicherungsschutz prüfen?

Ja. Durch steigende Bau- und Immobilienpreise kann eine ältere Versicherungssumme zu niedrig sein. Ein regelmäßiger Check lohnt sich.

Braucht man bei eigenen Sanierungsarbeiten zusätzlichen Schutz?

Eine private Unfallversicherung kann sinnvoll sein. Besonders dann, wenn man viel selbst arbeitet und das Verletzungsrisiko steigt.

Gibt es Arbeiten, die man besser Profis überlassen sollte?

Ja. Vor allem bei Strom, Installationen, Dach oder Rauchfang. Werden Arbeiten nicht fachgerecht durchgeführt und entsteht dadurch ein Schaden, kann die Versicherung die Leistung reduzieren oder ablehnen.

Wie findet man die richtige Balance zwischen Schutz und Kosten?

Durch gute Beratung und regelmäßige Überprüfung. Wichtig ist, weder unterversichert noch überversichert zu sein. Der tatsächliche Bedarf hängt von der Immobilie, dem Beruf und den persönlichen Lebensumständen ab.

Was sind typische Kostenfallen?

Zu hohe Versicherungssummen oder falsche Angaben zur Wohnfläche. Beides kann zu unnötig hohen Prämien führen.

Was sollte man im Schadensfall tun?

  1. Schaden möglichst begrenzen.
  2. Fotos machen und dokumentieren.
  3. Beschädigte Gegenstände festhalten.
  4. Kostenvoranschläge einholen.
  5. Den Schaden der Versicherung melden.

Wie lange hat man Zeit, einen Schaden zu melden?

Bis zu drei Jahre. Die Dokumentation sollte aber möglichst unmittelbar nach dem Schaden erfolgen.

Muss man Anbauten oder neue Außenanlagen melden?

Ja. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Garage
  • Gartenhaus
  • Pool
  • Photovoltaikanlage
  • Zubauten

Dadurch verändert sich das Risiko und der Versicherungsschutz sollte angepasst werden.

Welchen Versicherungstipp gibt es für junge Menschen?

Die Haushaltsversicherung wird oft unterschätzt. Sie schützt nicht nur Möbel und persönliche Gegenstände. Meist ist auch eine Privathaftpflichtversicherung enthalten.

Warum ist die Privathaftpflicht so wichtig?

Weil sie bei Schäden an anderen Personen hilft. Zum Beispiel:

  • Ein Unfall auf der Skipiste verursacht hohe Behandlungskosten.
  • Ein Kind beschädigt versehentlich ein Musikinstrument.

In solchen Fällen kann die Haftpflichtversicherung einspringen.

Was ist die wichtigste Botschaft der Folge?

Kommunikation ist Trumpf. Ob Neubau, Immobilienkauf, Sanierung oder Anbau: Wer Veränderungen rechtzeitig mit seiner Versicherung bespricht, vermeidet böse Überraschungen und stellt sicher, dass der Versicherungsschutz zur aktuellen Lebenssituation passt.

Episode #12
Wer zahlt wenn´s schiefgeht? Versicherungen rund ums Bauen, Kaufen und Sanieren.

 

Gemeinsam mit Miriam Savonith von der Wiener Städtischen Versicherung schauen wir uns an, welcher Schutz ist basic und welche Risiken werden oft unterschätzt?

Viel Spaß damit!