Podcast-Episode:
Sanierung leicht gemacht.

Dein Wegweiser zum nachhaltigen Zuhause.

In dieser Podcast-Folge von „Bau dir was auf“ geht es um das Thema Sanierung von Wohnraum. Zu Gast ist Maria Fuchs von der Beratungsstelle Hauskunft in Wien, die Einblicke in die Praxis der Sanierungsberatung gibt und zeigt, wie der Weg von der ersten Idee bis zur Umsetzung erfolgreich gelingen kann.

Die Episode bietet Orientierung für Eigentümer:innen und Kaufinteressierte, die vor einer Sanierung stehen, und beleuchtet zentrale Fragen rund um Planung, Kosten, Förderungen und nachhaltige Lösungen.

Das Wichtigste aus unserem Podcast - zum Nachlesen:

Wie startet man eine Sanierung, wenn man noch keine Erfahrung hat?

Der Einstieg in ein Sanierungsprojekt beginnt idealerweise mit einer professionellen Erstberatung. Gerade für Personen ohne technischen Hintergrund kann es schwierig sein, den Überblick zu behalten. In einer solchen Beratung wird zunächst der Zustand der Immobilie analysiert, etwa anhand von Plänen, Fotos oder Energieverbrauchsdaten. Ziel ist es, ein erstes Verständnis dafür zu entwickeln, welche Maßnahmen notwendig sind und welche Ziele erreicht werden sollen.

 

Was passiert in einer Erstberatung konkret?

In der Erstberatung wird die bestehende Immobilie grundlegend bewertet. Dabei wird untersucht, wie es um Gebäudehülle, Heizung und eventuelle Schäden steht. Gleichzeitig werden Wünsche und Budgetvorstellungen der Eigentümer:innen besprochen. Auf dieser Basis entsteht eine erste Einschätzung, welche Sanierungsschritte sinnvoll sind und in welcher Reihenfolge sie umgesetzt werden sollten.

 

Kann man in der frühen Phase bereits mit konkreten Kosten rechnen?

In einer frühen Planungsphase sind genaue Kostenschätzungen meist noch nicht möglich. Dafür ist eine detaillierte Analyse des Gebäudes notwendig. Erst in späteren Planungsphasen, etwa im Rahmen eines Sanierungskonzepts, lassen sich belastbare Aussagen zu Kosten treffen. Dennoch hilft die Erstberatung, ein erstes Gefühl für die Dimension des Projekts zu bekommen.

 

Was ist ein Sanierungskonzept und warum ist es wichtig?

Ein Sanierungskonzept ist die strukturierte Planung aller Maßnahmen, die im Zuge einer Sanierung umgesetzt werden sollen. Es legt fest, welche Arbeiten notwendig sind und in welcher Reihenfolge sie erfolgen sollten. Besonders wichtig ist dies, um doppelte Arbeiten und unnötige Kosten zu vermeiden. Ohne ein klares Konzept besteht die Gefahr, dass einzelne Maßnahmen später wieder rückgängig gemacht oder ergänzt werden müssen.

 

Wer erstellt ein Sanierungskonzept?

Die Erstellung eines Sanierungskonzepts erfolgt durch Fachleute wie Architekt:innen, Baumeister:innen oder Haustechnikplaner:innen. Welche Expertise im Einzelfall benötigt wird, hängt von der Immobilie und dem geplanten Umfang der Sanierung ab. In manchen Fällen liegt der Fokus stärker auf der Gebäudehülle, in anderen auf der Haustechnik.

 

Warum ist die Reihenfolge der Maßnahmen so entscheidend?

Die richtige Reihenfolge der Sanierungsschritte hat großen Einfluss auf Effizienz und Kosten. Wird beispielsweise eine neue Heizung installiert, bevor die Gebäudehülle verbessert wurde, kann dies zu ineffizientem Betrieb und höheren laufenden Kosten führen. Eine gute Planung sorgt dafür, dass Maßnahmen sinnvoll aufeinander abgestimmt sind.

 

Welche typischen Kostenfallen gibt es bei Sanierungen?

Eine häufige Kostenfalle ist eine unzureichende Abstimmung zwischen einzelnen Maßnahmen. Werden etwa energetische Verbesserungen nicht ausreichend berücksichtigt, kann dies zu langfristig höheren Betriebskosten führen. Auch Themen wie Barrierefreiheit oder zukünftige Anforderungen werden oft zu spät bedacht, obwohl sie im Rahmen einer umfassenden Sanierung effizient umgesetzt werden könnten.

 

Wie findet man geeignete Handwerksbetriebe und Fachfirmen?

Bei der Auswahl von Fachfirmen ist es wichtig, auf Erfahrung und Referenzen zu achten. Entscheidend ist, ob ein Unternehmen bereits ähnliche Projekte umgesetzt hat und in dem jeweiligen Bereich spezialisiert ist. Gerade bei komplexeren Sanierungen, etwa bei älteren Gebäuden oder speziellen Anforderungen, sollte auf entsprechende Expertise geachtet werden.

 

Woran erkennt man ein gutes Angebot für Sanierungsarbeiten?

Ein gutes Angebot zeichnet sich durch Transparenz und Detailgenauigkeit aus. Es sollte klar ersichtlich sein, welche Leistungen enthalten sind und wie sich die Kosten zusammensetzen. Pauschale Angebote ohne genauere Aufschlüsselung sind schwieriger zu bewerten. Idealerweise erfolgt die Angebotslegung auf Basis einer vorherigen Besichtigung der Immobilie.

 

Welche Förderungen gibt es für Sanierungen?

In Österreich stehen verschiedene Förderungen auf Landes- und Bundesebene zur Verfügung, insbesondere für thermische und energetische Sanierungsmaßnahmen. Diese Förderungen sind häufig kombinierbar. Wichtig ist, sich frühzeitig zu informieren und die Förderbedingungen genau zu prüfen, da Förderanträge meist vor Beginn der Bauarbeiten gestellt werden müssen.

 

Wie unterstützt man sich bei der Beantragung von Förderungen?

Beratungsstellen sowie Fachfirmen können dabei helfen, einen Überblick über verfügbare Förderungen zu gewinnen und die richtigen Schritte einzuleiten. Besonders bei umfangreicheren Projekten ist es sinnvoll, sich gezielt Unterstützung zu holen, um keine Fördermöglichkeiten zu übersehen.

 

Welche Rolle spielen erneuerbare Energien bei der Sanierung?

Erneuerbare Energien spielen eine zentrale Rolle in der modernen Sanierung. Ziel ist es, bestehende Heizsysteme durch effizientere und nachhaltigere Lösungen zu ersetzen. In vielen Fällen kann eine Immobilie so saniert werden, dass sie langfristig ohne fossile Energieträger betrieben werden kann.

 

Wie groß ist das Einsparpotenzial bei einer Sanierung?

Je nach Zustand und Baujahr der Immobilie können durch Sanierungsmaßnahmen erhebliche Einsparungen beim Energieverbrauch erzielt werden. In vielen Fällen sind Einsparungen von 60 bis 70 Prozent möglich, bei älteren Gebäuden sogar noch mehr. Diese Einsparungen wirken sich sowohl auf die laufenden Kosten als auch auf die Umweltbilanz aus.

 

Warum ist Sanierung auch aus ökologischer Sicht sinnvoll?

Sanierungen tragen wesentlich zur Reduktion des Energieverbrauchs und damit zum Klimaschutz bei. Gleichzeitig wird bestehende Bausubstanz genutzt, wodurch Ressourcen für Neubauten eingespart werden können. Neben den ökologischen Vorteilen profitieren auch Eigentümer:innen durch niedrigere Energiekosten.

 

Welche Gebäude eignen sich besonders gut für eine Sanierung?

Gebäude mit einfacher Struktur sind in der Regel leichter zu sanieren als komplexe Bauformen. Auch eine vorhandene Kellerdecke oder klare Gebäudestrukturen erleichtern Maßnahmen wie Dämmung. Schwieriger wird es bei stark veränderten Bestandsgebäuden oder bei komplizierten Konstruktionen.

 

Was ist der wichtigste Tipp für eine erfolgreiche Sanierung?

Der wichtigste Faktor ist eine durchdachte Planung. Wer sich frühzeitig informiert, ein klares Konzept entwickelt und professionelle Unterstützung einbindet, kann Kostenfallen vermeiden und das Projekt effizient umsetzen. Eine gute Vorbereitung ist entscheidend für ein langfristig erfolgreiches Ergebnis.