Photovoltaik richtig ausgerichtet – muss es immer Süden sein?

Ideal ist natürlich die Ausrichtung der Photovoltaik-Anlage genau nach Süden, am besten mit einer Neigung von rund 30°. Aber bei gebäudegebundenen Anlagen muss man sich natürlich an der Ausrichtung des Daches orientieren – und da stellt sich die Frage: Wie weit darf diese von der idealen Ausrichtung abweichen?

  • Der weite Bereich sehr guter Ergebnisse (unter 5% Verlust zum Optimum): Innerhalb SO und SW sowie bei einer Neigung zwischen 10° und 50° sind die Verluste sehr gering. Je weiter nach Ost und West die Photovoltaik-Anlage ausgerichtet ist, umso wichtiger wird die Kombination mit geringerer Dachneigung.
  •  Ost-West – ein gangbarer Weg: Wenn die Dachneigung nicht zu steil ist, kann man mit kombinierten Ost-Westdachanlagen sehr gute Ergebnisse erzielen. Der Ertrag liegt im Jahresschnitt zwar schon 8-15% unter dem Optimum, jedoch erreicht man eine bessere Verteilung im Tagesverlauf und kann dadurch mit höherem Eigenverbrauch rechnen. Eine häufig ausgeführte Anlagenform. Wichtig ist bei dieser Variante ein passender Wechselrichter mit 2 MPP Trackern.
  •  Steil nach Süd – die Enttäuschung: ab einer Neigung von 60° sinken die Erträge stark. Eine vertikale Ausrichtung nach Süd verliert schon 30%
  •  Horizontal oder leicht nach Nord – die Überraschung: Umso besser schlägt sich eine minimal nach Nord geneigte Fläche, die deutlich besser liegt als eine Südfassade. Mit rahmenlosen Modulen gegen Verschmutzung sowie Dünnschicht für bestes Schwachlichtverhalten kann hier jeder Pultdachbesitzer aufatmen: Auch ohne Aufständerung sind top Ergebnisse mit unter 8% Abweichung vom Optimum möglich!

Fazit:

Es sollten sich bei fast jedem Gebäude geeignete Dachflächen für die Errichtung einer ertragsstarken Photovoltaik-Anlage finden. Oft können auch mehrere Teilflächen kombiniert ein sehr günstiges Erzeugungsprofil ergeben.