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Wolfgang Knabl 13. Februar 2019 

Baustellen-Tour durch Österreich: Nachverdichtung & Energieeffizienz

Die Haustechnikfirma Holzinger Installationen baut ihren Standort in Lambach, Oberösterreich, kräftig aus: Neu errichtet werden ein 300 Quadratmeter großer Hightech-Bäderschauraum sowie 250 Quadratmeter Büro- und Besprechungsräume.

„Unser Betriebsgebäude hat sich 20 Jahre lang bewährt. Aber man darf nicht vergessen, dass wir damals einen ehemaligen Lebensmittelmarkt adaptiert haben. Jetzt schaffen wir Raum für moderne Beratungs- und Büroräume“, erklärt Geschäftsführer Erich Holzinger. Mehrere baufällige Wohn- und Nebengebäude am derzeitigen Standort im Zentrum der 3.500-Einwohner-Ortschaft wurden abgerissen. „Wir haben uns bewusst entschieden, keinen Neubau in die grüne Wiese zu setzen. Wir bleiben unserem Standort im Lambacher Zentrum treu, das wird auch von unseren Kunden und Mitarbeitern geschätzt.“

Nachverdichtung kommt gut an!

Immer wieder bleiben Lambacher bei der Großbaustelle stehen und beobachten Bauarbeiter, die mit Baggern und Kränen die Gebäude-Grundstruktur errichten. Die Passanten thematisieren auch den Standort: „Super, dass die Holzingers das mitten im Ort machen. Das wertet unser Zentrum auf“, meint ein Spaziergänger. Die von Städteplanern seit Jahren geforderte „Nachverdichtung“ kommt hier in Lambach jedenfalls gut an: „In anderen Ortschaften werden riesige Hallen an der Peripherie hingebaut. Die erreicht man nur mit dem Auto, während in den Ortskernen Häuser leer stehen“, meint eine junge Frau. „Ich bin echt froh, dass es bei uns in Lambach anders läuft: Ein attraktives Gebäude statt baufälliger Häuser – so soll es sein!“ Insgesamt wird das Bestandsgebäude um 550 Quadratmeter erweitert. 2020 sollen die neuen Räume eröffnet werden. Herzstück der Adaptierung ist ein 300 Quadratmeter großer HighTech-Bäderschauraum.

Modern Heizen & Kühlen

Beim Heizen und Kühlen ist Energieeffizienz angesagt: „Natürlich bauen wir hochmoderne Systeme ein, unter anderem Sonnenenergie und 5 Tiefensonden-Wärmepumpen. Nicht nur um den Standort umweltfreundlich und nachhaltig zu betreiben, sondern auch um Energieeffizienz erlebbar zu machen“, erklärt Michael Holzinger, Sohn von Erich und ebenfalls Geschäftsführer. Geheizt und gekühlt wird mit einer bivalenten Anlage, bestehend aus Tiefensonden-Wärmepumpen und einer Luftwärmepumpe. So können Kunden spüren, was der Unterschied zwischen Wärme aus der Luft und Wärme aus dem Boden ist. „Mit der neuen Anlage werden wir gewisse Temperaturen simulieren“, sagt Michael Holzinger. „Zum Beispiel, dass es draußen minus 15 Grad hat. Und dann sieht der Kunde: Wie geht die Luftwärmepumpe damit um, wie funktioniert das Speicherverhalten der Betonkernaktivierung? Da wollen wir vieles herzeigen.“ Eine Photovoltaikanlage ist auch geplant, ebenso Anschlüsse für Stromtankstellen für die Firmenflotte und E-Autos von Kunden.

 

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